Wärmebrücken-Nachweis

An Ecken, Anschlüssen und Durchdringungen verliert jedes Gebäude unverhältnismäßig viel Wärme. Der normgerechte Nachweis zeigt, wo das passiert – und ob Ihre Planung fördersicher und schadensfrei ist.

Gebäudemodell mit markierten Wärmebrücken – thermische Schwachstellen an Fensterbank, Balkon und Ecke
3D-Modell: Wärmebrücken an kritischen Bauteilanschlüssen (Beispiel aus der Praxis)

Warum brauchen Sie einen Wärmebrücken-Nachweis?

Für Laien weniger sichtbar – für Architekten, Bauleitung und Förderanträge oft unverzichtbar.

Förderung & GEG

Bei Effizienzhaus-Stufen, Neubau-Nachweisen und vielen Sanierungsprogrammen müssen Wärmebrücken berücksichtigt oder nachgewiesen werden – sonst drohen Abzüge oder Ablehnung.

Schimmel & Mehrverbrauch

Kalte Innenoberflächen an Balkonen, Fensterbänken oder Betonstürzen senken die Behaglichkeit und erhöhen das Risiko für Tauwasser und Schimmelpilz.

Planungssicherheit

Der Ψ-Wert quantifiziert den Mehrverlust an Bauteilanschlüssen. So lassen sich Details optimieren, bevor teure Nachträge auf der Baustelle anstehen.

So sieht die Auswertung aus

Das Beispiel wurde manuell gerechnet – mit Temperaturverlauf und Ψ-Wert nach DIN 4108 Beiblatt 2 (2019). Keine FE-Software nach DIN EN ISO 10211.

Isothermen und Temperaturverlauf an einer Wärmebrücke – manuell erstellte Auswertung
Temperaturverlauf & Isothermen: Wo die Innenoberfläche abkühlt, entsteht die Wärmebrücke.
Gebäudeansicht mit hervorgehobenen Wärmebrücken-Details
Gebäudeübersicht: Typische Detailpunkte im Modell (Fensterbank, Balkon, Außenecke).
Ψ = −0,140 W/(m·K) · Psi-Wert U1
L2D = +0,390 W/(m·K) · thermischer Leitwert
U1 = 0,24 W/(m²·K) · ungestörter U-Wert

Beispiel aus der Praxis (Auszug)

Detailpunkt U1 – Materialaufbau, Randbedingungen und Ψ-Wert-Berechnung. Vollständige Nachweise stellen wir projektspezifisch bereit.

Materiallegende (λ-Werte)
MaterialWärmeleitfähigkeit λ
Beiblatt 2 (2016) – Estrich1,400 W/(m·K)
Beiblatt 2 (2016) – Putz0,700 W/(m·K)
Beiblatt 2 (2016) – Stahlbeton2,300 W/(m·K)
Beiblatt 2 (2016) – Wärmedämmung0,035 W/(m·K)
Fliesen1,300 W/(m·K)
Heraklith Tektalan0,035 W/(m·K)
Heraklith Deckschicht0,100 W/(m·K)
Hohlblöcke aus Leichtbeton 14000,620 W/(m·K)
Randbedingungen & Wärmeströme
Nr.Temp.Rsi/RseLängeWärmestrom
R 11,37 m
R 220,00 °C0,131,07 m0,861 W/m
R 320,00 °C0,170,95 m4,017 W/m
R 420,00 °C0,131,07 m0,861 W/m
R 520,00 °C0,170,95 m4,017 W/m
R 610,00 °C0,170,94 m−2,382 W/m
R 710,00 °C0,170,94 m−2,384 W/m
R 810,00 °C0,130,91 m−2,494 W/m
R 910,00 °C0,130,91 m−2,496 W/m
U-Wert & Ψ-Wert (manuell gerechnet)
GrößeWertAnmerkung
U1 – Länge2,195 mungestörter Bereich
U1 – U-Wert0,24 W/(m²·K)Korrekturfaktor Fe = 1,00
Leitwert L2D+0,390 W/(m·K)Manuelle Berechnung, 2 Temperatur-Randbedingungen
Ψ-Wert (U1)−0,140 W/(m·K)Formel: −0,242 × 2,195 × 1,000 = −0,530 W/(m·K) → Ψ = −0,140 W/(m·K)

Ein negativer Ψ-Wert bedeutet in diesem Detail: Der Anschluss ist thermisch günstiger als der pauschale Standardwert – die Konstruktion wurde also erfolgreich optimiert.

Was JFR ImmoEnergy liefert

  • Manuelle Ψ-Wert-Berechnung nach DIN 4108 Beiblatt 2
  • fRSI / Oberflächentemperaturen nach DIN 4108-2
  • Temperaturverlauf, Isothermen & dokumentierte Auswertung (von Hand)
  • Einbindung in Energieausweis, iSFP & Förderanträge

Ergänzend: U-Wert-Rechner · Heizlast-Rechner

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